Willkommen auf Schmökern und Schmausen.de Diese Seite hat vor Kurzem den Server gewechselt und befindet sich noch im Aufbau. Die vorherigen Inhalte werden nach und nach übertragen und neu überarbeitet.
|
x
Normal ist das nicht. Bill Buford ist Literaturredakteur der Zeitschrift New Yorker und schmeißt seinen Job, um in Italien als Küchenlehrling anzuheuern. Das ist so spannend, lehrreich und authentisch, dass man als Leser am Ende meint, man könne selber ein ganzes Schwein zerlegen und daraus wunderbare Würste und Gerichte kreiieren. Wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, dass das wahre Leben die besten Bücher schreibt.
In deutscher Übersetzung heißt das Buch “Hitze”. Ich finde “Fieber” würde es besser treffen, denn das wird denjenigen packen, der das Kochen oder Italien liebt und dieses Buch zur Hand nimmt. Leseproben und noch mehr Infos: www.bill-buford.de
Hugo ist der neue Sprizz!
 Pixelio/Henrik G. Vogel
Was ist drin? – Weißweinschorle oder Prosecco mit Holunderblütensirup, Limette und Pfefferminze (oder auch Melisse). Und natürlich Eiswürfel. Die Zutaten für sich sind nicht wirklich überraschend, aber die Kombination ist eine Offenbarung. Ich glaub die Minze macht’s.
Wo kommt er her? – aus Südtirol
Wieso heißt er so? – Wenn ich das nur wüsste….
Der Sommer kann kommen.
Was ist Skrei? Norwegischer Winterkabeljau. Eine Delikatesse mit festem, weißem, fettarmem Fleisch, die man nur etwa zwei Monate im Jahr auf der Speisekarte der Spitzengastronomie findet.
Skrei bedeutet im Norwegischen „Wanderer“. Einmal im Jahr ereignet sich vor den Lofoten ein Naturschauspiel: Riesige Schwärme des Winterkabeljaus treffen nach einer 800 Kilometer langen Reise, die sie von der Barentssee im Nordatlantik in die wärmeren Gewässer Norwegens führt, vor den Lofoten ein, um zu laichen. Hier ist das Wasser dank dem Golfstrom wärmer als im arktischen Eismeer und bietet dadurch für die Fische optimale Voraussetzungen, um sich von Januar bis April fortzupflanzen. Danach treibt die Strömung alle zurück ins Nordpolarmeer.

ccc
ccc
Quelle: Deutsche See
Eine kohlenhydrathaltige, fettreiche Kost macht nicht nur dick, sondern begünstigt auch Diabetes. Wie ein Forscherteam um Hadi Al-Hasani vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) nun in einer Studie mit Mäusen erstmalig zeigte, sind es jedoch nicht die Fette, sondern die Kohlenhydrate, die die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schädigen. In Verbindung mit einer fettreichen Ernährung erhöhen Kohlenhydrate den oxidativen Stress in den Zellen, lassen sie so schneller altern und damit auch früher sterben.
Untersuchungen der Insulin-produzierenden Zellen der Mäuse zeigen, dass die aufgenommenen Kohlenhydrate die Aktivierung von 39 erst kürzlich entdeckten Genen beeinflussen, die auch beim Menschen mit der Diabetesentstehung in Zusammenhang gebracht werden. Etwa 80 Prozent dieser Gene wurden stärker exprimiert, also verstärkt abgelesen. Dabei handelt es sich besonders um solche, die den oxidativen Stoffwechsel in den Mitochondrien stimulieren. Mitochondrien sind die “Energiekraftwerke” der Zellen.
“Die Ergebnisse können sicher nicht direkt in Ernährungsempfehlungen umgewandelt werden, da eine kohlenhydratfreie, fettreiche Ernährungsweise für Menschen nachteilig und auch nicht praktikabel ist”, sagt Koautor Joost. “Dennoch sollten wir in unseren Ernährungsempfehlungen ein größeres Gewicht auf die Effekte der Kohlenhydrate legen. Mit anderen Worten: Personen mit erhöhtem Diabetes-Risiko sollten Vollkornbrot statt Weißbrot essen, da hierdurch ein schneller und übermäßiger Anstieg der Blutzuckerwerte vermieden werden kann.”
Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Hintergrundinformationen:
Rund jeder Zehnte in Deutschland hat Diabetes, täglich erkranken etwa 1000 Menschen neu. Über 90 Prozent leiden an einem Typ-2-Diabetes, bei dessen Entwicklung der Lebensstil eine große Rolle spielt: Zu wenig Bewegung, Übergewicht und Gene zählen zu den Ursachen.
x
Wenn ich ein Buch geschrieben hätte, so wäre es dieses gewesen.
Nirgends liegen die Aneinanderreihung von Klischees und der Bruch mit (literarischen) Konventionen so nah beieinander, schütteln sich realer Alltag und Phantasie so innig die Hand.
Die Fhernhachenkinder Ensel und Krete verlaufen sich im großen Buntbärenwald. Dabei passieren ungeheuer viele ungeheure Dinge, mit einem Laubwolf, der Waldspinnenhexe, einem Strollentroll und vielen anderen Mitwirkenden.
Leseprobe – “Du kannst mir mal die Schere spülen”:
“Du kannst mir mal die Schere spülen” ist einer der gebräuchlichsten und zugleich drastischsten Kraftausdrücke von Zamonien. Die in den atlantischen Fellkämmereien beschäftigten Scherenspüler (sie waren damit beschäftigt, die läuseverseuchten Yetihaare aus Kämmen und Scheren zu spülen) galten lange Zeit als der niedrigste Berufsstand Zamoniens. Jemanden als “Scherenspüler” zu bezeichnen oder ihn aufzufordern, einem die Schere zu spülen, war eine grobe Beleidigung.
Leseprobe – “Hexen stehen immer zwischen Birken”:
“Hexen stehen immer zwischen Birken”, flüsterte Ensel. Das war eine dieser Weisheiten, die einem in der Kindheit von gleichaltrigen Freunden vermittelt wurden. Ensel hatte diese Auskunft von seinem Kumpel Henny von Hecken erhalten, von dem auch die Information stammte, daß die kleinen Fhernhachen in Tulpen wachsen. Er wußte selber nicht genau, warum er ausgerechnet in dieser Situation dieses Wissen an Krete weiterreichte, wahrscheinlich wollte er damit sagen, daß Hexen sich nicht in hohlen Baumstämmen aufhalten können, wenn sie ständig zwischen Birken herumstehen müssen.
Und was ist mit Tee? Hier ein aufgepepptes Universalrezept – schmeckt heiß serviert an kalten Tagen und kalt serviert an heißen Tagen:
1 Liter Wasser mit einem babyfaustgroßen Stück Ingwer und ein bisschen Zucker aufkochen. In eine große Teekanne mit einer Handvoll Pfefferminze und einer geachtelten, unbehandelten Zitrone (wahlweise Limetten) aufgießen. Einen ordentlichen Schuss Licor 43 dazugeben (alternativ könnte ich mir auch 1/2 Vanilleschote vorstellen). Finito.
x
Es ist nicht einfach, in eine Detektivfamilie hineingeboren zu sein, vor allem nicht, wenn man schon bei den kleinsten Verdachtsmomenten – wie einem neuen Liebhaber – von Vater, Mutter & Co. auf Schritt und Tritt beschattet wird. Und diese lieben Verwandten schrecken weder vor Wanzen, verkehrswidrigen Verfolgungsjagden noch subtilen Rund-um-die-Uhr-Observationen zurück. Für Isabel Spellman Grund genug, aus dem Traditionsgeschäft auszusteigen. Doch auch da möchte die Bagage noch ein Wörtchen mitreden…
Liest sich dank vielen Dialogen und skurrilen Ideen in einem Rutsch.
Die Hay’sche Trennkost, die ihren Namen von ihrem Begründer Dr. Howard Hay erhielt, spricht sich dafür aus, Proteine und Kohlenhydrate nicht zeitgleich, sondern zeitlich getrennt voneinander aufzunehmen.
Nach Hay ist die Übersäuerung des Körpers die wichtigste Krankheitsursache. Zu dieser kommt es nach seiner Theorie
- durch gleichzeitige Aufnahme von Proteinen und Kohlenhydraten, da diese nach Ansicht von Hay der “Chemie des Körpers” widerspricht, denn der Körper könne nicht gleichzeitig Kohlenhydrate, die basische Verdauungssäfte und Proteine, die saure Verdauungssäfte benötigen, verarbeiten.
- durch die Verwendung unnatürlicher Nahrungsmittel, wie z.B. sterilisierte oder raffinierte Nahrungsmittel (Zucker, Weißmehl etc.)
- durch den Verzehr konzentrierter Proteine und Kohlenhydrate.
Die Trennkostidee von Hay entstand 1933. Zu dieser Zeit waren die Kenntnisse über die Verdauungsphysiologie noch unvollständig.
Inzwischen weiß man:
Die Vorstellung der Hay’schen Trennkost, dass Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verdaut werden können, ist wissenschaftlich falsch. Im Magen-Darm-Trakt erfolgt die gleichzeitige Verdauung ständig.
Die Einteilung der Lebensmittel in die unterschiedlichen Gruppen ist nicht logisch. So enthält Milch nach Hay überwiegend Protein, obwohl in der Realität der Kohlenhydratanteil höher ist.
Die getrennte Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweißen führt dazu, dass die biologische Ergänzungswirkung (d.h. eine besonders hochwertige Eiweißquelle) durch die Kombination tierischer und pflanzlicher Eiweißquellen verloren geht, wie z.B. Kartoffeln-Milch, Kartoffeln-Eier etc..
Fazit: Die Hay’sche Trennkost ist aufgrund dieser Argumente als Dauerkost nicht zu empfehlen. Darüber hinaus ist bisher kein wissenschaftlicher Beweis erbracht, dass die Hay’sche Trennkost dazu geeignet ist, Krankheiten zu heilen.
Aber: Da es sich bei den Trennkostrezepten um fettarme Gerichte handelt, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln sind, ist eine Gewichtsreduktion mit dieser Diät kurzfristig durchaus vorstellbar.
Nicht eine Anhäufung von sauren Stoffwechselprodukten -wie Laktat (= Milchsäure)- im Muskelgewebe ist für den Muskelkater verantwortlich. Zwar ist die Laktatansammlung in der Muskulatur nach ungewöhnliche intensiver Belastung oft sehr groß, aber sie verschwindet spätestens eine Stunde nach der Belastung vollständig aus dem Muskel und dem zirkulierenden Blut. Laktat führt auch nicht zu einer Schädigung intrazellulärer Strukturen, wie z.B. der Mitochondrien.
Der Entstehung des Muskelkaters liegt eine Mikrotraumatisierung (winzige Verletzungen) v.a. des muskulären Bindegewebes zugrunde. Durch die lokale Überbeanspruchung des Muskels (v.a. exzentrische Kontraktionen) kommt es zu Veränderungen muskulärer Strukturen. Durch feine Risse in den Muskelfasern kann sich Wasser in die Fasern einlagern, was dort schließlich zu einer vermehrten Ansammlung von Wasser führt. Die Muskelfaser schwillt infolgedessen an und es entsteht ein Dehnungsschmerz.
Durch Training werden die Bindegewebsstrukturen gekräftigt und sind besser auf mechanische Zugbelastung vorbereitet.
Der oft gehörte Ratschlag “Training bringt nur etwas, wenn man danach Muskelkater hat” ist genauso abwegig wie eine übertriebene Angst davor.
Es gibt bislang keinen Hinweis dafür, dass wiederholter Muskelkater nachhaltig den Bewegungsapparat schädigt. In der Regel heilt er komplett aus.
Was tun, wenn man ihn schon hat?
Leichte Gymnastik. Sauna und heiße Bäder, die aufgrund der verbesserten Durchblutung den Heilungsprozeß fördern. Keine Massagen, Schaden wird dadurch sogar noch vergrößert. Auch durch größere Alkoholmengen wird der Regenerationsprozess verzögert .
Quelle: J. Weineck, Sportbiologie
Lange wurde dem Eiweiß nur im Bereich des Kraftsportes eine große Bedeutung zugesprochen. Heute ist es jedoch anerkannt, dass diese Ansicht nicht richtig ist. Gegenüber physisch inaktiven Personen haben physisch aktive praktisch aller Sportarten einen erhöhten Eiweißbedarf (genau genommen ist es ein Bedarf an Stickstoff und essentiellen Aminosäuren). Der Eiweißbedarf liegt sowohl für Kraft- wie auch Ausdauersportler bei etwa 1,5 Gramm je Kilogramm Körpermasse. Empfehlungen von über 2 g/kg Körpermasse sind aus wissenschaftlicher Sicht jedoch nicht haltbar.
Der erhöhte Eiweißbedarf bedingt aber nicht zwangsläufig, dass Proteinpräparate eingenommen werden müssen. Einerseits liegt die Eiweißaufnahme in Deutschland bereits über den Empfehlungen, und andererseits wird durch die erhöhte Energieaufnahme bei einer ausgewogenen Ernährungsweise automatisch mehr Eiweiß aufgenommen.
|
|
Letzte Kommentare