…kommt nur auf die Herstellung an. Weißwein kann sich ähnlich positiv auf die Blutgefäße auswirken wie Rotwein. Wird Weißwein so erzeugt, dass er so viele Polyphenole* enthält wie Rotwein, kann er zumindest bei Hamstern die Entstehung von Atherosklerose (Arterienverkalkung) bremsen.
Während zur Herstellung von Rotwein der Beerensaft zusammen mit den Schalen vergoren wird, kommt beim Weißwein nur der Saft zum Einsatz. Daher fehlen Weißwein die Gerbstoffe, die für das “französische Paradoxon” verantwortlich gemacht werden – nämlich dass in Südeuropa Atherosklerose relativ selten ist, obwohl dort fettreich gegessen und viel Rotwein getrunken wird.
Im Versuch hatten französische Forscher begonnen, ihren eigenen Wein zu keltern. Einen Chardonnay, der einige Zeit in Kontakt mit Beerenschalen und bei höheren Temperaturen als üblich vergoren wird. Das Ergebnis: Dieser “Paradoxe Blanc” enthielt viermal mehr Polyphenole als typischer Chardonnay und kann in dieser Hinsicht mit Rotweinen mithalten.
Nun setzten die Forscher Hamster auf eine extrem gefäßschädliche Kost und flößten ihnen täglich diesen Weißwein ein. Die Wirkung: Verglichen mit Kontrolltieren, die verdünnten Alkohol oder Wasser erhalten hatten, war bei den „Wein“-Tieren der Cholesterinspiegel niedriger, ihr Blut enthielt mehr Vitamin A und andere antioxidativ wirkende Substanzen. Am Ende des Versuchs wiesen sie bis zu 89 Prozent weniger Fettablagerungen in der Hauptschlagader auf als die Kontrolltiere.
Jetzt heißt es nur noch warten, auf die erste Aldi-Edition des Zauberweines…
*= sekundäre Pflanzenstoffe, z.B. Farbstoffe, Geschmacksstoffe, Gerbstoffe. Polyphenole wirken entzündungshemmend und krebsvorbeugend, vermindern Fettablagerungen in Blutgefäßen und verhindern dadurch Arterienverkalkung.
Quelle: Universität Montpellier Nov 05
Ich gratuliere Dir zu Deinem ersten Artikel auf der neuen Homepage :-)
Ingo