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Was taugt Trennkost?

Die Hay’sche Trennkost, die ihren Namen von ihrem Begründer Dr. Howard Hay erhielt, spricht sich dafür aus, Proteine und Kohlenhydrate nicht zeitgleich, sondern zeitlich getrennt voneinander aufzunehmen.
Nach Hay ist die Übersäuerung des Körpers die wichtigste Krankheitsursache. Zu dieser kommt es nach seiner Theorie

  • durch gleichzeitige Aufnahme von Proteinen und Kohlenhydraten, da diese nach Ansicht von Hay der “Chemie des Körpers” widerspricht, denn der Körper könne nicht gleichzeitig Kohlenhydrate, die basische Verdauungssäfte und Proteine, die saure Verdauungssäfte benötigen, verarbeiten.
  • durch die Verwendung unnatürlicher Nahrungsmittel, wie z.B. sterilisierte oder raffinierte Nahrungsmittel (Zucker, Weißmehl etc.)
  • durch den Verzehr konzentrierter Proteine und Kohlenhydrate.

Die Trennkostidee von Hay entstand 1933. Zu dieser Zeit waren die Kenntnisse über die Verdauungsphysiologie noch unvollständig.
Inzwischen weiß man:
Die Vorstellung der Hay’schen Trennkost, dass Eiweiße und Kohlenhydrate nicht gleichzeitig verdaut werden können, ist wissenschaftlich falsch. Im Magen-Darm-Trakt erfolgt die gleichzeitige Verdauung ständig.

Die Einteilung der Lebensmittel in die unterschiedlichen Gruppen ist nicht logisch. So enthält Milch nach Hay überwiegend Protein, obwohl in der Realität der Kohlenhydratanteil höher ist.

Die getrennte Aufnahme von Kohlenhydraten und Eiweißen führt dazu, dass die biologische Ergänzungswirkung (d.h. eine besonders hochwertige Eiweißquelle) durch die Kombination tierischer und pflanzlicher Eiweißquellen verloren geht, wie z.B. Kartoffeln-Milch, Kartoffeln-Eier etc..

Fazit: Die Hay’sche Trennkost ist aufgrund dieser Argumente als Dauerkost nicht zu empfehlen. Darüber hinaus ist bisher kein wissenschaftlicher Beweis erbracht, dass die Hay’sche Trennkost dazu geeignet ist, Krankheiten zu heilen.

Aber: Da es sich bei den Trennkostrezepten um fettarme Gerichte handelt, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln sind, ist eine Gewichtsreduktion mit dieser Diät kurzfristig durchaus vorstellbar.

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